Wenn im kalten, zurückhaltenden Schleswig-Holstein plötzlich Trommeln dröhnen, „Marn hol fast!“-Rufe ertönen und maskierte Kolonnen durch die Straßen marschieren, wird klar: Der Karneval in Marne hat begonnen. Diese kleine Stadtperle in Dithmarschen hat sich längst den Status als Karnevalshauptstadt des Nordens verdient und macht dies mit großem Aufwand.
Die Geschichte begann Mitte der 1950er Jahre, als unternehmungslustige Marner Geschäftsleute die langweilige Winterzeit beleben wollten. Welche Idee kam ihnen? Natürlich Karneval! Denn was könnte besser sein als dieses farbenfrohe Fest? Bereits 1956 fand der erste Rosenmontagszug durch die Straßen der Stadt statt. Seitdem wird der Karneval jedes Jahr bunter und größer.
Heute versammelt Marne am Karnevalstag etwa 20.000 Gäste. Das ist nicht nur ein Umzug – das ist ein Wirbelsturm. Prinzen und Prinzessinnen, Karnevalsgarden, Tanzgruppen, Wagen, und als Imbiss gibt es Kohl mit Kartoffeln. Hier vermischen sich die Traditionen des Rheinlandes mit norddeutschem Charme.
Im Gegensatz zu den südlichen Karnevalsriesen gibt es hier weniger Politik, dafür mehr Humor und Fantasie. Die Themen der Plattformen sind cartoonhaft: "Sesamstraße", "Minions" und "Shaun das Schaf". Denn der Sinn des Marner Karnevals ist es nicht, die Welt zu verspotten, sondern den Menschen darin eine Auszeit zu gönnen.
🎪 Der Marner Karneval ist der größte Straßenkarneval in Norddeutschland.
🎪 Hier werden nicht nur Süßigkeiten verteilt, sondern auch traditionelle Produkte wie beispielsweise Kohl.
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