Oh mei, oh mei, oh mei…

Während manche München ausschließlich mit dem Oktoberfest assoziieren, wissen andere, dass der Winter hier nicht weniger bunt ist, denn im Januar und Februar füllt sich die Stadt mit Fröhlichkeit, Blumen, Musik und Gelächter. Willkommen zum Fasching – der bayerischen Version des Karnevals!

Obwohl die Saison offiziell bereits am 11. November beginnt, wenn auf dem Viktualienmarkt das neue Karnevalsprinzenpaar vorgestellt wird, beginnt das wahre Feuerwerk der Farben erst im neuen Jahr. Die Straßen füllen sich mit kostümierten Umzügen, Orchestern, Tänzern und natürlich mit einer Menge fröhlicher Zuschauer. Einer der am meisten erwarteten Momente ist die Parade „Damische Ritter”, die eine Woche vor Rosenmontag stattfindet.Traditionell führt „Prinz Kasimir“ den Umzug an Bord seines Schlosswagens an, gefolgt von Rittern, Feen, Einhörnern, Gnomen und sogar Politikern auch in satirischer Form.

Das wahre Herzstück des Münchner Faschings ist zweifellos der Tanz der Marktfrauen. Einmal im Jahr, am Faschingsdienstag, legen sie ihre Arbeit nieder, ziehen bunte, manchmal sogar extravagante Kostüme an und tanzen auf dem Viktualienmarkt. Blumen-, Käse-, Fleisch- oder Weinmotive – alles hängt davon ab, wer was verkauft. Und natürlich erklingt das gute alte Lied „Wagen von der Linie 8”, ohne das, wie die Einheimischen sagen, das Fest nicht dasselbe wäre.

Der Fasching in München besteht nicht nur aus Straßen und Paraden. Jedes Jahr finden in der Stadt mehr als 800 Themenbälle statt: von eleganten Maskenbällen bis hin zu ausgelassenen Partys. Der Höhepunkt des Festes ist „München Narrisch“ – ein dreitägiger Straßenkarneval mit Wettbewerben, Tanz und Live-Musik.

Interessante Fakten zum Schluss:

    🎪 Das Wort „Fasching“ ist das bayerische Äquivalent zu „Karneval“.

    🎪 Der Tanz der Marktfrauen existiert seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

    🎪 Die Parade „Damische Ritter“ ist eines der auffälligsten Elemente des Faschings.


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