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Ein Hospiz ist eine Einrichtung zur Sterbebegleitung, die sich auf die Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen konzentriert.
Ursprünglich waren Hospize im Mittelalter Raststätten für Reisende.
Heute bieten sie einen sicheren und respektvollen Raum für Menschen in der letzten Lebensphase.
Statt des Begriffs „Patient“ wird hier der Begriff „Gast“ verwendet.
Stationäre Hospize bieten einen festen Ort für professionelle Betreuung in der letzten Lebensphase.
Ambulante Hospizdienste bieten eine qualifizierte Sterbebegleitung im Haushalt der Person oder in Pflegeeinrichtungen.
In Deutschland gibt es etwa 270 stationäre Hospize für Erwachsene und 21 für Kinder und Jugendliche.
Zudem existieren rund 1.500 ambulante Hospizdienste.
Ein stationäres Hospiz verfügt im Durchschnitt über 10 Betten und ist zu etwa 80% ausgelastet.
Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 22 Tage.
Jährlich werden so rund 35.800 Menschen in stationären Hospizen betreut.
Im Gegensatz zu Krankenhäusern oder Pflegeheimen legen Hospize besonderen Wert auf eine Atmosphäre der Normalität und Geborgenheit – ein Aspekt,
der in anderen Einrichtungen oft schwer zu realisieren ist.
So wird den Gästen ein würdevolles und ruhiges Lebensende ermöglicht.
Die Hospizidee
Die Hospizidee basiert auf der Überzeugung, dass Menschen – unabhängig von Alter und Lebenssituation – in der letzten Lebensphase
Zuwendung und Unterstützung benötigen. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder sowie deren Familienangehörige.
Im Mittelpunkt steht die Akzeptanz des Sterbens als natürlichen Teil des Lebens und die Berücksichtigung der Wünsche der Erkrankten.
Dabei werden auch unnötige medizinische Eingriffe vermieden, die keine positiven Effekte mehr bringen.
Hospize bieten auch Raum für Begegnung und Abschied.
In einer geschützten Atmosphäre können Angehörige die verbleibende Zeit gemeinsam gestalten, ohne die Belastung der täglichen Pflege übernehmen zu müssen.
So liegt der Fokus auf der Erleichterung des Lebensalltags und einer sinnvollen Begleitung im letzten Lebensabschnitt.
Dieser wird somit nicht nur als Übergang, sondern als bedeutungsvoller Teil des Lebens in einem würdevollen Rahmen begleitet.