Die Hospizversorgung in Deutschland wird hauptsächlich durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) finanziert. Ein wichtiger Schritt in der Verbesserung dieser Versorgung wurde mit dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG), das am 8. Dezember 2015 in Kraft trat, erzielt. Ziel des Gesetzes ist es, eine umfassende und flächendeckende Versorgung von Menschen in der letzten Lebensphase zu gewährleisten, die medizinische, pflegerische, psychologische und seelsorgerische Betreuung umfasst.

Finanzielle Unterstützung

Die GKV übernimmt 95 % der zuschussfähigen Kosten für einen stationären Hospizaufenthalt. Der verbleibende Eigenanteil von 5 % wird durch Spenden gedeckt. Eine Zuzahlung durch die Gäste ist nicht vorgesehen, um eine gerechte Versorgung für alle, unabhängig von ihrer finanziellen Situation, sicherzustellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich finanziell zu engagieren, um diese Lücke zu schließen.
Spenden Patenschaften, Fördermitgliedschaften, Erbschaften Unterstützung durch Unternehmen und Sponsoren
Maßgeblich zur Deckung der 5 % Patenschaften mit Gästen: kontinuierliche Unterstützung der Betriebskosten Unternehmen, Vereine und Organisationen als Sponsoren oder Projektförderer
Förderung verschiedener Bereiche (z.B.: Medizinische Ausstattung, bauliche Maßnahmen, ...) Fördermitgliedschaften: langfristige und verlässliche Möglichkeit zur Unterstützung (regelmäßige Beiträge) Einmalige Geld- oder Sachspenden, Benefizaktionen oder Kooperationen, ...
Testamentarische Zuwendungen, wie: Geld- oder Sachvermächtnisse, Zustiftungen, ...

Mögliche ehrenamtliche Engagementformen

  1. 1. Begleitung von Gästen

    Ehrenamtliche Helfer unterstützen die Gäste durch Gespräche, Vorlesen, Zuhören oder durch das Angebot von Gesellschaft. Diese soziale Nähe ist oft ein wichtiger Bestandteil der letzten Lebensphase und hilft den Betroffenen, sich weniger isoliert zu fühlen.

  2. 2. Unterstützung der Angehörigen

    Ehrenamtliche Helfer bieten auch den Angehörigen emotionale Unterstützung und entlasten sie in stressigen Momenten. Dies kann durch Gespräche, praktische Hilfe im Alltag oder auch durch die Organisation von Entlastungsangeboten geschehen.

  3. 3. Verwaltung und Organisation

    Viele Hospizdienste suchen ehrenamtliche Unterstützung im organisatorischen Bereich. Hier können Freiwillige bei der Planung von Veranstaltungen, der Koordination von Ressourcen oder der Bearbeitung von Anfragen helfen.

Blick auf das Hospiz Lebensbrücke bei Tageslicht, umgeben von vielen Autos und grünen Bäumen.
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland nicht nur durch staatliche Mittel und gesetzliche Versicherungen unterstützt wird, sondern auch von starkem gesellschaftlichen Engagement lebt. Sowohl ehrenamtliche Tätigkeiten als auch finanzielle Förderungen sind unverzichtbar, um eine umfassende und ganzheitliche Betreuung der Gäste zu gewährleisten. Im Fall von ehrenamtlichen Tätigkeiten ist es wichtig zu betonen, dass eine fundierte Vorbereitung und Qualifizierung erforderlich ist. Die meisten ambulanten Hospizdienste sowie einige stationäre Hospize bieten Einführungsseminare, Ausbildungen und Supervision für Ehrenamtliche an. Jede Form der Unterstützung – sei es durch Zeit, Spenden oder Erbschaften – stärkt somit die Hospizbewegung. So kann jeder dabei helfen, schwerstkranken Menschen ein Leben in Würde bis zum Ende zu ermöglichen.